Gulag. Spuren und Zeugnisse 1929–1956

Neue Station der Ausstellung in Berlin

Die Ausstellung „Gulag. Spuren und Zeugnisse 1929 – 1956“ wird vom 17. Mai bis zum 1. September 2013 im Deutschen Historischen Museum Berlin zu sehen sein.

Eröffnet wird die Ausstellung am 16. Mai 2013 um 19 Uhr im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums.

Die Ausstellung präsentiert zum ersten Mal in Deutschland Spuren und Zeugnisse des sowjetischen Lagersystems, die die Menschenrechtsorganisation „Memorial“ seit den 1980er Jahren aus der gesamten ehemaligen Sowjetunion zusammengetragen hat.

Das Projekt stellt sich dabei einer zentralen Frage: Wie lassen sich die Dimensionen des Gulag, von Zeitgenossen bereits als „Quintessenz“ sowjetischer Gewaltherrschaft beschrieben, begreifen? Die Stimmen von Zeitzeugen und die Biografien ehemaliger Häftlinge begleiten den Besucher bei der Erkundung dieses fernen Archipels und schaffen ein Panorama des sowjetischen Lagersystems. Objekte aus dem Bestand von „Memorial“ lassen den Lageralltag der Häftlinge gegenständlich werden: etwa ein selbstgenähtes Brotsäckchen, ein zerschlissenes Kleid oder eine metallene Totenmarke. Die Website zur Ausstellung präsentiert eine Auswahl signifikanter Objekte und Biografien.